Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Ich bin Ulrike und unterstütze Menschen in stressigen Situationen, Spannung abzubauen und mit neuer Energie und Lebensfreude wieder durchzustarten. Mit Herz, Humor und Leichtigkeit.

Meditierst Du gerne oder möchtest damit anfangen?

Gönn Dir diese kleine Auszeit vom Alltagsstress! Mit meiner Entspannungsmeditation geht das ganz einfach. Ich schenke sie Dir!
Zusätzlich bekommst Du alle paar Wochen per Mail Ideen, wie Du mehr Gelassenheit und Lebensfreude in Deinen Alltag bringst.

Mit einem Klick aufs Bild kannst Du Dich anmelden!

Newsletter und Meditation

Muss das Müssen wirklich sein?

Hast Du schon mal gezählt, wie oft Du am Tag das Wort „müssen“ verwendest? Und das liegt sicher nicht nur an dem bekannten Werbeslogan „Weniger müssen müssen“ – den kennst Du doch? Das würde ich gerne allgemein propagieren und nicht nur an einem Mittelchen gegen nächtlichen Harndrang festmachen. Aber wo kommt sie denn nun eigentlich her, die ganze Müsserei?

Glaube nicht alles, was Du denkst!

Das ist einfacher gesagt und geschrieben, als getan, denn wir denken ständig, wir werten ständig und wir überlegen ständig, was andere über uns denken. Wir führen also pausenlos Selbstgespräche und beeinflussen uns auf positive oder negative Weise. Wo kommt das her? Das, was wir denken, wie wir handeln, was wir fühlen, sind alles „Wahrheiten“, die wir im Laufe unseres Lebens in uns verankern. Wir übernehmen sie aus dem Elternhaus, aus Schule, Gesellschaft usw. Es sind unsere Glaubenssätze, von denen wir fest überzeugt sind. Wir hinterfragen diese dann im Laufe unseres Lebens selten oder gar nicht mehr, ob sie überhaupt oder vielleicht nun nicht mehr stimmen.

Glaubenssätze

Eine kleine Auswahl meiner früheren Glaubenssätze gefällig?

Ich muss schnell sein, darf nicht hinter anderen zurückbleiben. „Beeil Dich“, sagte meine Mutter immer.

Ich muss alles perfekt machen, unter 100% geht gar nichts, die anderen kennen mich nicht anders und erwarten das von mir.

Ich muss stark sein und das alleine stemmen, ich möchte andere nicht auch noch mit meinen Problemen belasten.

Ich muss mich anstrengen, dann schaff ich diese Hürde auch noch (die ich mir selbst auferlegt hatte, aber das habe ich erst später verstanden).

Ich muss das jetzt durchziehen, ich hab das nun einmal angefangen, also mach ich das auch zu Ende (auch wenn es keinen Spaß mehr macht, auch wenn ich nun merke, dass es nicht mehr das Richtige ist – was sollen denn die anderen sonst von mir denken?)

Kommt Dir das eine oder andere bekannt vor? Was sind Deine Glaubenssätze, die du vielleicht auf den Prüfstand stellen möchtest?
Wenn es Dich interessiert, kannst du im Internet mal nach einem sogenannten Antreibertest googlen, der kann Dir sehr anschaulich Dein Verhalten in bestimmten Situationen aufzeigen.

Glaubenssätze sind nicht in Stein gemeißelt!

Aber nun die gute Nachricht: Du kannst Deine Glaubenssätze nicht nur auf den Prüfstand stellen, Du kannst alte ablegen und Dir neue zulegen! Auch das geht durch die Macht Deiner Gedanken! Natürlich ist das ein Prozess, der nicht von heute auf morgen funktioniert. Übung macht den Meister! Fahrrad- oder Autofahren hast Du auch nicht nach einem Mal ausprobieren gekonnt, aber irgendwann klappt es dann automatisch.

Zuerst einmal habe ich meine Glaubenssätze hinterfragt:

Stimmt das wirklich?

Trifft das heute noch zu oder ist es ein Überbleibsel aus der Vergangenheit?

Was ist das Schlimmste, was passieren kann, falls ich das nicht so mache, das nicht schaffe?

Will ich das wirklich? Und was will ich eigentlich?

Die Sprache macht den Unterschied

Und dann hilft mir die Sprache, denn wie ich etwas formuliere und ausdrücke, macht einen großen Unterschied, was ich dabei denke und fühle! Wenn also etwas unbedingt sein „muss“, ersetze ich das Wort „müssen“ durch „beschließen“. Das „Muss“ ist für mich immer stark mit einem Druck, mit Erwartungen von außen verbunden, beim „Beschließen“ habe ich die Macht über meine Entscheidung, das hat eine sehr große Kraft!
Das geht im Übrigen auch mit dem Negieren wie „Ich kann nicht“, „Ich habe keine Zeit“, wenn Du z.B. keine Lust hast, einer Einladung zu folgen. Wie wäre es statt dessen mit einem ehrlichen „Ich möchte nicht?“ Zugegeben, das wirklich auszusprechen, dazu gehört schon etwas Mut! Denn schon klopft die Frage an: „Was soll der andere denn dann von mir denken?“ Tja, was wird der denken? Das weiß ich ja netterweise nicht. Ich denke: „Der kann denken und sagen, was er will und ich darf das im Übrigen auch“.

Du darfst Dich umentscheiden

Sich Erlaubnis erteilen für ein bestimmtes Verhalten ist auch etwas sehr Beruhigendes und Wohltuendes. So wie die Erlaubnis: „Ich darf mich umentscheiden“, wenn ich feststelle, dass ein bestimmter Weg, ein bestimmter Glaubenssatz sich nun nicht mehr richtig anfühlen. Ich „muss“ den Weg so nicht weitergehen, ich kann nach links oder rechts abbiegen, oder auch einfach mal für eine Weile stehen bleiben und mich neu justieren. „Wer A sagt, muss gar nichts“, sagte meine Sozialberaterin immer schmunzelnd. Recht hat sie!


2 Kommentare

Julia Z · 28. November 2020 um 12:38

Das mit dem müssen kenne ich aus der Gewaltfreien Kommunikation. Wenn man erst mal drauf achtet, was man selbst und andere ständig „müssen“ ist das enorm.
Und der zweite Augenöffner ist für mich unsere Tochter. Wenn sie bei manchem, was man vermeintlich „muss“ fragt „Warum?“ und einem dann keine glaubhafte/sinnvolle Erklärung einfällt wird einem bewusst, dass das wieder eins von den „müssens“ ist.

    Ulrike Scholz · 28. November 2020 um 13:40

    Liebe Julia,
    vielen Dank, ja, da hast Du Recht!
    Manchmal hilft ein kleiner Blick von außen, besonders aus Kinderaugen, die eigenen Antreiber besser zu erkennen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.