Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Ich bin Ulrike und unterstütze Menschen in stressigen Situationen, Spannung abzubauen und mit neuer Energie und Lebensfreude wieder durchzustarten. Mit Herz, Humor und Leichtigkeit.

Stress – was heißt das eigentlich?

Ich möchte heute mit Dir mal ein bisschen hinter die Stress-Kulisse gucken. Stress kennst Du natürlich, aber wenn Du die Hintergründe verstehst, weißt, was den Stress auslöst, was in Deinem Körper vor sich geht und was Du selbst tun kannst, um Dein Leben leichter und stressfreier zu gestalten, nimmt es Dir die Angst, in manchen Situationen hilflos ausgeliefert zu sein. Denn das bist Du nicht.

Das Wort Stress hat seinen Ursprung im Lateinischen. „Stringere“ bedeutet spannen. Spannung erzeugt Druck. In der Physik und auch in der Werkstoffkunde spricht man bei Stress von Zug oder Druck, der auf ein Material ausgeübt wird und die Spannung so stark werden kann, dass das Material sich entweder verformt oder bricht.

Hans Selye (Stressforscher, 1907-1982) definierte Stress 1936 so: „Stress ist die unspezifische Reaktion des gesamten Organismus auf jegliche Anforderung, die an ihn gestellt wird.” Und die der gesamte Organismus, also Körper und Geist, ausgleichen muss.

Was löst den Stress in unserem Organismus aus?

Dazu schauen wir uns an, woher der Stress überall kommen kann, was Stress hervorruft. Diese Stressauslöser werden auch Stressoren genannt.

Diese werden wiederum in Mikro- und Makrostressoren unterschieden und können intern und extern auftreten.

Wie reagiert unser Organismus auf Stress?

Jetzt schauen wir, wie unser Organismus auf Stress reagiert, wie er antwortet, also wie seine Stressreaktion oder Stressantwort ist.

Es gibt einerseits den positiven, euphorischen Stress, auch EUSTRESS genannt. Das kennst Du sicher, wenn Du beispielsweise an einer Aufgabe tüftelst oder etwas Neues ausprobierst, das Dir so große Freude macht, dass Du gar nicht mehr damit aufhören möchtest. Du verspürst dabei also keinerlei Ängste und auch im medizinischen Sinne ist hier alles in Ordnung, der Kortisolspiegel (Kortisol ist ein Stresshormon) ist normal.

Nimmt der psychologische Druck zu, muss z.B. eine bestimmte Aufgabe jetzt dringend erledigt werden und Du musst Dich nun voll und ganz damit beschäftigen und alles andere ausblenden, steigt das psychologische Angstniveau (Angespanntheit unter Zeitdruck, Fehlerquote steigt, „Werde ich das schaffen?“), der Körper kann das jedoch abpuffern, er nutzt hierbei die Ressourcen, die Du hast, solche Stress-Momente zu überstehen. Die Rede ist von Resilienz oder besser gesagt, von Widerstandskraft, die Dein Körper hat, dieser Stressphase ohne körperliche Angstsymptome zu begegnen.

Hält der Druck jedoch über lange Zeit an und spielen hier vielleicht sogar noch mehrere Stressoren zusammen (z.B. permanenter Zeitdruck, Ärger im Beruf, Kummer und Sorge in der Familie, verknüpft mit zu hohen Anforderungen an sich selbst) spricht man vom sogenannten DISTRESS, dem krank machenden Stress. Hier ist der Kortisolspiegel anfangs erhöht, dann sinkt er ab. Diese Art Stress ist chronisch und führt zu Burnout, einem Erschöpfungssyndrom, das dann ganzheitlich psychosomatisch wirkt, also Körper, Geist und Seele betrifft.

Stress – ein Phänomen der Neuzeit?

Stress ist der Mensch seit Anbeginn ausgesetzt. Die Stressreaktion zu Urzeiten bestand aus Kampf oder Flucht, einer Abwägung in Sekundenschnelle: “Kann ich es mit dem Gegner aufnehmen oder renne ich vor dem berühmt berüchtigten Säbelzahntiger davon?” Nach dem Sieg oder der geglückten Flucht wurde aufgeatmet und das Überleben gefeiert.

Zuständig hierfür ist unser vegetatives oder auch autonomes Nervensystem, ein sehr feines Netz aus Nervenfasern, das den gesamten Körper durchzieht. Dieses Nervensystem steuert den Sympathikus und den Parasympathikus.

Bei Kampf oder Flucht springt der Sympathikus in Millisekundenschnelle an. Für Ruhe und Entspannung danach übernimmt dann der Parasympathikus, fährt den Organismus wieder herunter.

Stress hat also Auswirkungen auf den gesamten Organismus, auf unser Kreislauf-, Nerven-, Verdauungssystem, auf die Atemwege, die Muskulatur, unsere Knochen, die Haut und das Immunsystem.

Geraten wir unter Stress, steigt unser Blutzuckerspiegel, das Immunsystem pusht die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), der Knochenstoffwechsel, der für den Knochenumbau zuständig ist, wird erhöht.

Distress kann also, wenn er lange andauert, krank machen. Man spricht dann von psychosomatischen Stresskrankheiten (Psychosomatik ist die ganzheitliche Betrachtungsweise und Krankheitslehre, die den Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele in den Fokus nimmt).

Bekannte Krankheitsbilder sind:

Hypertonie (Bluthochdruck), Tinnitus, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, Schlafstörungen, Depressionen, Muskelverspannungen, Asthma, Obstipation (Verstopfung), Diabetes mellitus, Osteoporose, Autoimmunerkrankungen und einiges mehr.

Was wirkt am besten gegen Stress?

Nachdem Du nun weißt, was Stressauslöser sind und wie Dein Körper reagiert, nenne ich Dir hier ein paar Möglichkeiten, die Du sofort anwenden kannst.

Wenn Du merkst, dass Du kurz vorm Ausrasten bist:

  • Atme lang und tief aus und lass dabei Deine Schultern sinken.
  • Trinke einen großen Schluck stilles Wasser.
  • Bewege Dich.
  • Denke an GSP = Gut Statt Perfekt
  • Setze Dir einen Anker (schaue ein schönes Bild oder einen schönen Spruch an).
  • Drück mal die Stopp-Taste und sage Dir: „Ich nehme mir jetzt erst mal Zeit für mich“.
  • Auch wenn es schwer fällt: lächle 😊

Wenn Du merkst, dass Dir alles zuviel wird:

  • Bewege Dich 1 Minute, gehe, laufe, hüpfe.
  • Massiere Dir die Ohren, das macht wach und frisch, das Ohr hat über 100 Akupunktur-Punkte.
  • Progressive Muskelentspannung: Muskelgruppe kurz anspannen, Spannung halten, entspannen (z.B. Schultern nach hinten unten ziehen)
  • Lass Dir kühles Wasser über die Pulsadern laufen.
  • Geh kurz an die frische Luft.
  • Leg Dir ein Wasserspray zu und benetze damit Dein Gesicht.
  • Immer noch mal lächeln 😊
  • Palmieren, um die Augen zu entspannen (reibe Deine Handflächen aneinander, bis sie warm sind, lege sie über Deine Augen und dann öffne die Augen in der warmen Dunkelheit).

Solltest Du längerfristig das Gefühl haben, dass Du keine Kraft mehr hast, dann gehe in die Selbstverantwortung:

  • Überlege Dir ein Zeitmanagement (Prioritätenliste), beschrieben im Blogartikel “Weg mit dem Stress”.
  • Hole Dir Unterstützung (Gespräch, Coaching).
  • Sorge für ausreichende Ruhezeiten.
  • Besprich mit Deinem Arzt die Möglichkeit einer Reha.
  • Nimm Dir Zeit für ein Hobby, pflege Freundschaften.
  • Sorge für ausreichend Sport und Bewegung.
  • Überlege, ob Du Deine Ernährung ausgewogener gestalten kannst.

Pause machen in unserem Tun ist wichtiger denn je geworden.

„Die Kunst der Pause ist ein Teil der Arbeit“, sagte John Steinbeck einst und damit hat er Recht.

Solltest Du das Gefühl haben, Du möchtest Dich einmal aussprechen mit jemandem, der Dir aufmerksam zuhört, dann lass uns gerne reden. Hier kannst Du einen Termin für unser Gespräch vereinbaren, völlig kostenfrei und unverbindlich. Du kannst mich natürlich auch per E-Mail erreichen.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.